Energiezwerge in Eppinghofen

32 x U 3 plus 53 x KiTa macht insgesamt 75 Energiezwerge, männliche und weibliche, welche mit heller Haut, nicht wenige ganz dunkel, einige schon etwas größer, andere ganz winzig. Die Siemens AG hat in Mülheim eine KiTa geschaffen. Eigentlich liegt sie auf einem Gelände, dass eine solche Nutzung nicht zulässt. Doch das Projekt war so überzeugend, dass OB Dagmar Mühlenfeld die Weichen für das Vorhaben persönlich stellte. Und so profitieren nicht nur die Mitarbeiter/-innen der Firma Siemens am Ort von der KiTa, sondern auch der Stadtteil Eppinghofen. Über 100 Nationen sind dort zu Hause.

Man sieht es den Kindern an. Doch die kennen keine Berührungsängste, schon recht nicht Vorurteile. So schlendere ich, den 5jährigen dunkelhäutigen Mike an der Hand, durch die nagelneue Einrichtung. „Ich bin stolz auf diese Einrichtung“, sagt Horst Schmoll, der leitet nicht die KiTa, sondern den gesamtem Siemens-Standort Mülheim mit seinem rund 5.000 Mitarbeiter/-innen. Wenn wir qualifizierte Kräfte haben wollen, vor allem weibliche, so Schmoll, dann müsse man auf die weichen Standortfaktoren achten. Und dazu gehöre nun einmal eine KiTa.

Bemerkenswert auch das pädagogische Konzept: Die „SieKid“, Siemens Kids, werden spielerisch an Naturwissenschaft herangeführt. Kinder entdecken gern, experimentieren leidenschaftlich, sind sie doch in diesem Alter alle Eroberer der Welt von Hause aus. Und zwar recht egal, ob männlich oder weiblich. Nur 7 Tage später wird mehr der Rektor der Fachhochschule Ruhr West sein Leid klagen darüber, dass sich nur Jungs für Technik interessieren. Vielleicht wird das bei den Energiezwergen an der Wiesenzwergen gerade geändert.