„Wir müssen mehr für Technik begeistern.“

Professor Menzel gerät ins Schwärmen, wenn er von Technik und Naturwissenschaften spricht. Einen „Hermeneutiker“, sprich einen, der u.a. Philosophie studiert hat, gemahnt das an alte Schulzeiten, in denen es „chic“ war, Chemie und Physik blöd zu finden. Übrigens der Tagebuchschreiber gehörte und gehört nicht zu denen.

Klar, das sind zwei Welten, das Ausbildungszentrum des Bauhandwerks und die Hochschule Ruhr West, aktuell noch in ihrem Übergangsdomizil im Siemens Technopark. Eines haben beide gemeinsam: Frauen sieht man so gut wie keine. Ebene dies beklagt Professor Menzel. „In der Betriebswirtschaft sei man halbwegs ausgeglichen“, stellt er fest. In den anderen Fachbereichen dominiere das angeblich starke Geschlecht. Über Auslastung könne man sich gleichwohl nicht beschweren. Die kurz HRW genannte Fachhochschule mit einem weiteren Standort in Bottrop, liege bei der Zahl der Studierenden schon über den Planzahlen. „Mülheim, der Hochschulstandort“, schießt es mir durch den Kopf. Keiner hätte das vor noch ein paar Jahren für denkbar gehalten.

Doch zurück zum zentralen Thema, wie man für Technik begeistern kann. Man sehe doch, so Menzel, wie fasziniert die Mädchen z.B. beim Girls Day mit Technik hantierten. Auch die für Schülerinnen – und Schüler – angebotenen „Schnupperforschungsstunden“ erfreuten sich großer Beliebtheit. Da sei schon Interesse zu wecken, man müsse es nur tun. Technik sei in Schulen auch ein von Lehrer und Lehrerinnen oftmals ungeliebtes Fach.

„Wir brauchen mehr Ansätze á la Energiezwerge“, werfe ich ein. Da ist der Professor des Lobes voll. Genau so müsse es laufen: Die Kinder spielerisch im Vorschulalter an die überaus spannenden Phänomene der Natur heranzuführen.