GFR – UFO gut gelandet in Eppinghofen

Der UFO ist natürlich nicht wirklich außerirdisch, sondern beherbergte früher mal eine durchaus edle Ausstellung von Sanitäreinrichtungen. Heute ist das schmucke Gebäude an der Kreuzstraße die Heimat der Games Factory Ruhr, der GFR. Dort arbeiten, um es ebenso kurz wie auch treffend zu sagen, Kreative. Sie machen Spiele, nicht die, die man am Tisch spielt, sondern auf dem PC. 1.400 m2, 17 Firmen, 70 Beschäftigte, alle unter einem Dach. 70 durch 17 macht im Schnitt rund 4, was zeigt: Das sind keine Großunternehmen, sondern zum Teil Mini-Start-ups. Doch die Summe macht´s – und jetzt kommt der Energielandhinweis aus dem Teaser wieder zum Zuge. Die Kreativwirtschaft in NRW erzeugte im Jahr 2011 eine Bruttowertschöpfung von 13.486 Mio. €. Dazu haben die 17 Firmen an der Kreuzstraße nach Kräften beigetragen.

Was heißt das? Die Kreativwirtschaft ist ein Wirtschaftsfaktor und Jobmotor par excellence. Nach der NRW-Metallindustrie (350.000) hat sie mit rund 315.000 die zweithöchste Beschäftigtenzahl aller Branchen in NRW. Darunter sind sicher viele Freelancer, Ein-Mann- und Ein-Frau-Unternehmen. Doch gerade die Sparte Software/Games wies in den letzten Jahren Umsatzsteigerungen gegen den allgemeinen Trend aus. Software/Games das ist die Sparte, die als GFR – UFO in Eppinghofen seit 2009 erfolgreich Kontakt mit der Erde hat.

Mülheim ist auch Sitz der GDI.Ruhr, der Games Development Initiative Ruhr, einem gemeinsamen Projekt der Uni Duisburg Essen und Mülheim & Business, der Wirtschaftsförderung der Stadt Mülheim. Die GDI.Ruhr bündelt die Kräfte in einem Games Cluster. Dies offenbar überaus erfolgreich. Fazit: Eppinghofen ist mehr als man denkt. Doch das wusste man schon. Zweitens: Kreativwirtschaft schafft Arbeitsplätze, Umsatz und Wertschöpfung. Das allerdings dürfte für einige neu sein.