Power to Gas oder wie man Energie aus einem Klimakiller gewinnt

Kohlenstoffdioxid, kürzer auch einfach Kohlendioxid genannt, ist als Klimaschädling bekannt. Der Stoff entsteht z.B. beim Verbrennen fossiler Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Vieles geht einfach in die Atmosphäre. Aber es geht auch anders – und ich hoffe, ich habe alles richtig verstanden.

Kohlendioxid ist CO2, also einmal Kohlenstoff plus zweimal Wasserstoff. Methan ist CH4, also ebenfalls Kohlenstoff aber 4 mal Wasserstoff. Man muss also die zwei mal Sauerstoff durch 4 mal Wasserstoff ersetzen. Dazu braucht man erst mal Wasserstoff. Den bekomme ich durch Eletrolyse. Aus dem Chemieunterricht kennen wir – bitte erinnern – den Hoffmannschen Apparat. Das sind drei Röhren. In die mittlere füllt man Wasser. In den beiden Röhrenlinks und rechts davon sind Kathode, der Minuspol, und Anode, der Pluspol. Fließt Strom wird das Wasser in 2 mal Wasserstoff und 1 mal Sauerstoff gespalten. Die zwei mal Wasserstoff verbindet man mit dem Kohlenstoff aus dem Kohlendioxid zu Methan, gleich CH4. Zurück bleibt Sauerstoff, kein schädliches Gas. Das Methan ist Erdgas und kann z.B. in Kraftwerken verbrannt werden, um wieder Strom zu erzeugen.

Der Haken dabei? Man muss mehr Energie zuführen, als man hinterher aus dem Methan wieder erzeugen kann. Kein lohnendes Geschäft also? Doch. Es gibt durchaus Zeiten, da haben wir Strom im Überfluss. Der Wind weht, die Sonne scheint. Dieser überschüssige Strom wird eingesetzt und nicht etwa zu einem Negativpreis, das heißt, der Kunde bekommt Geld, damit er den Strom abnimmt, weggegeben.

Oder: Das Grubenwasser, das wir die nächsten Millionenjahre abpumpen müssen, damit vor allem das nördliche Ruhrgebiet sich nicht einen See verwandelt, hat eine Temperatur von 30 Grad Celsius. Die in dem Wasser steckende Energie wird bisher nicht genutzt. Man kühlt es ab und leitet es in ein Oberflächengewässer ab. Wärmepumpen holen aus den 30% nützliche Energie heraus. Überhaupt die Geothermie. Sie ist ein bis dato reichlich ungenutztes Feld.