Über marode Brücken, historische Bahnen und eine Bahnstation mit Opernerfahrung

Böse Zungen sagen, dass man in Mülheim täglich das Privileg genießt, mit historischen Straßenbahnen fahren zu können. Die Fahrgäste allerdings goutieren das weniger, sie wollen Komfort, Pünktlichkeit, eine dichte Taktung.

Eine Niederflurbahn, also eine, in die man ohne „Stufenkletterei“ einsteigen kann, kostet 4 Millionen. 20 bräuchte die Mülheimer Verkehrsgesellschaft. Das Geld ist nirgendwo in Sicht. Die SPD in Mülheim wird die Situation im Rahmen einer „Straßenbahntagung“ erörtern. Die heißt so, weil das Gespräch tatsächlich in einer Tram stattfinden wird und zwar in einer wirklich historischen Bahn. Los geht´s am Freitag, den 2. Mai, ab 17:00 Uhr vom Betriebshof der Mülheimer Verkehrsbetriebe an der Duisburger Straße.

Stichwort Thyssenbrücke an der Oberhausener Straße: So marode, dass sie neu gebaut werden muss. Kostenpunkt rund 20 Millionen. Solche Brücken gibt es leider zahlreich in NRW. Der Landesverkehrsminister Michael Groschek wird am Samstag, den 4. Mai, von 12:00 bis ca. 13:00 Uhr zu einem Ortstermin an der Brücke sein, um dort über sein Konzept zur zukünftigen Infrastrukturfinanzierung zu sprechen.

Stichwort U 18. Auch hier sind die Bahnen alt, die Tunnel sanierungsbedürftig und die Signalanlagen veraltet. Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl, wird am Dienstag, den 7. Mai, zu einem internen Vorort-Termin in Mülheim sein, um  sich über die Situation der verkehrlichen Infrastruktur im Ruhrgebiet insgesamt informieren zu lassen.