Dienstleistungen für uns alle

SimMan atmet, er hat Herzschlag, schnell oder langsam, rhythmisch oder stolpernd. Sim schwitzt, weint, spricht sogar. Verabreicht man ihm ein Medikament, reagiert er mit entsprechenden Symptomen. Sim liegt in der 3. Etage der Johanniter-Zentrale in Essen. Und er rettet Leben. An ihm üben Rettungssanitäter/-innen den Ernstfall, wenn es auf Sekunden ankommt. Sim kann man programmieren, die Krankheits- oder Verletzungslage ist kann sehr unterschiedlich vorgegeben werden.

Die Johanniter-Zentrale in Essen ist zuständig für Essen, Mülheim und Bottrop. Rund 1 Mio. Einsatzkilometer pro Jahr werden von hier aus gesteuert. 82 Hauptamtliche sind in der Region tätig. Sie werden unterstützt von rund 70 meist jüngeren Leuten, die ein freiwilliges soziales Jahr machen oder als Bundesfreiwilliger Dienst leisten. Rund 500 Ehrenamtler stehen zu Verfügung. Sie können aktiviert werden, wenn Not am Mann ist und viele Kräfte gebraucht werden. Dann zahlt sich aus, dass alle eine solide Ausbildung als Rettungssanitäter haben und im Zweifelsfalle genau wissen, was sie zu tun haben. Sehr viele Jugendliche sind dabei, was besonders erfreulich ist.

Die Johanniter Unfallhilfe bildet mit dem Arbeiter Samariter Bund, dem Malteserhilfswerk und dem DRK eine dichte und hochleistungsfähige Struktur im Bereich der Notfallversorgung, des Katastrophenschutzes und vieler weiterer sozialer Dienstleistungen. Dies ist eine Struktur, die recht einmalig ist in Europa – und die vor allem erhalten und unterstützt werden sollte. Diese Leistungen kann man nicht privatisieren.