R“ G und anderer Unsinn

Der Chef heißt Reitz, war mal bei der tiefschwarzen Rheinischen Post – (Das ist die Zeitung, die es fertig bringt, einen demonstrativ knieenden Bürgermeister von Xanten anlässlich der 750-Jahr-Feier des Domes vor einer stehenden (!), weil protestantischen Ministerpräsidentin in die Onlinebildstrecke zu setzen.) – und ist jetzt, dem politischen Konservatismus immer noch verbunden, Chefredakteur der WAZ.

Zum kryptischen Kürzel: R2G steht für 2 x Rot – also SPD + Linkspartei – und Grün. Was bedeuten soll, dass es entweder eine formelle Dreierkoalition geben könnte oder aber eine Rot-Grüne mit Duldung der Linken. R2G klingt niedlich, erinnert an R2-D2 den knapp einen Meter großen putzigen Miniroboter aus der Star-Wars-Saga. R2G sei kein Tabu mehr, meint Reitz, und unterstellt damit, es werde bereits daran gearbeitet. Untertext-Botschaft: Aufgepasst. wer SPD wählt, riskiert, dass die was mit dem Kommunisten machen.

Allen sei gesagt: Wer einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn will, sollte SPD wählen. Wer möchte, dass die Zweiklassenmedizin ein Ende hat und eine Bürgerversicherung für alle Wirklichkeit wird, er sollte SPD wählen. Wer sich wünscht, dass endlich gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt wird, der sollte sein Kreuz bei der SPD machen. Wer will, dass Rüstungsexporte drastisch gedrosselt werden, ist bei der SPD gut aufgehoben. Wem es wichtig ist, dass die Ausgaben für Bildung steigen, der ist bei der SPD richtig. Diese Liste ließe sich ganz lange fortsetzen.

Es geht nicht um Koalitionen, nicht um großen, nicht um kleine und schon gar nicht um Miniroboter-Kürzel. Es geht um mehr Gerechtigkeit für unser Land. Die gibt es nur mit der SPD. Deshalb: Am 22. September beide Stimmen für die SPD.