Statement anlässlich der Protestveranstaltung im Hexbachtal

Die Welt ist aus den Fugen – und wir reden über das Hexbachtal?

Kann man diese Frage so stellen? Ich denke nicht.

In der Tat: Die Welt ist wirklich aus den Fugen. 60 Mio. Flüchtlinge sind weltweit unterwegs – mehr als jemals zuvor in der Geschichte. Sie fliehen vor Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung, ja auch vor Hunger und wirtschfatlicher Not. Europa und hier vor allem Deutschland erscheint vielen als Land ihrer Träume.

Im letzten Jahr kamen rund 1 Mio. Menschen. Sie mussen untergebracht werden, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Der Planungsdezernenent der Stadt hat seinen Job gemacht: Er hat aufgezeigt, welche Flächen überhaupt zur Verfügung stehen. Wie gesagt: Das ist die Aufgabe der Verwaltung.

Jetzt muss politisch abgewogen werden, wo gebaut wird und wo nicht.

Das Hexbachtal ist ein Kleinod. Gar so viele Grünzüge dieser Qualität gibt es im Essener Nordwesten und Norden nicht. Insofern kann der Schluss gezogen werden: Das Hexbachtal bleibt unangetastet.

Dies ist keine Entscheidung gegen Flüchtlinge. Wer für den Erhalt des Hexbachtales plädiert, aber im Grunde meint, dass Flüchtline in Schönebeck und Bedingrade nichts verloren haben, der findet meine Unterstützung nicht.

Gleichwohl bin ich der Meinung, dass keine Bauten ins Tal gesetzt werden sollten. Zumal es eine Alternativfläche gibt, die auch perspektivisch mehr Chancen bietet.

Das Hexbachtal ist ein ökologisches Kleinod. Es sollte so bleiben, wie es ist.