Atomwaffen weltweit ächten und abbauen.

Seit Los Alamos und Trinity ist die Bombe in der Welt. Heute gibt es 9 A-Waffenstaaten und aktuell laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI 14.935 Nuklearsprengköpfe weltweit. 93% dieses Arsenals sind in den Händen der USA und Russlands. Zu Hochzeiten des kalten Krieges wurde ein  Spitzenwert rund 70.000 Nuklearwaffen erreicht. In Deutschland gab es zahlreiche Atomwaffenstandorte und Sprengköpfe von Freifallbomben, Raketen- und Rohrartillerie bis zu Minen und den absurden Tornisterbomben.

Ich habe mich Ende der 70er, Anfang der 80er bereits vehement für den Abzug aller A-Waffen aus Deutschland eingesetzt. Der damalige „Militarisierungsatlas“ bezogen auf den Niederrhein war von mir verfasst und schloss die Kritik am WHNS-Abkommen sowie der Air-Land-Battle-Strategie der US-Amerikaner ein. Betrachtet man den Atlas heute, kann man feststellen, dass zahlreiche Atomwaffenstandorte verschwunden sind (Wesel, Xanten, Weeze/Laarbruch). Das Schreckensarsenal von Lance, Nike-Hercules, Pershings II etc. ist vollständig aus Deutschland verschwunden – bis auf die B 61-Freifallbomben am Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz. Die B 61 in Büchel sollten sofort abgezogen werden  – Die Bomben haben in Deutschland nichts zu suchen.

Sorgen macht mir das Auf- und Nachrüstprogramm, das der US-Präsident angekündigt hat. Einer Dislozierung modernisierter A-Waffen in Deutschland dürfen wir nicht zustimmen. Deutschland sollte sich zum a-waffenfreien Land erklären. Dies werde ich unterstützen.

Auch die Entwicklung in Nordkorea ist problematisch, weil das Land jetzt nachweislich über Trägersysteme verfügt, die mit Reichweiten von über 3.500 km die atomaren RVs (Reentry Vehicles) bis zum US-Stützpunkt Guam tragen können. Hier muss ein neuer, deeskalierender Dialog etabliert werden. Ich bin da ganz auf der Line von Sigmar Gabriel, der die Gespräche mit Nordkorea wieder in Gang bringen will.

Meine Forderungen:

  • Alle A-Waffen müssen aus Deutschland abgezogen werden. Deutschland wird für immer zu einer atomaffenfreien Zone.
  • Deutschland unterzeichnet den Vertrag zur Ächtung der Atomwaffen weltweit.
  • Die Waffenexporte werden weiterhin restriktiv gehandhabt und noch einmal massiv eingeschränkt.
  • Es muss Verhandlungen mit Nordkorea über Abrüstung geben. Diese müssen von den USA, Russland und China unterstützt und geführt werden.

Es wird leider nie mehr eine Welt ohne das Wissen um den Bau der Bombe geben. Deshalb müssen die Arsenale weiter ausgedünnt und langfristig auf Null gebracht werden.