Die SPD muss wieder näher ran an den Alltag der Menschen

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Mülheim und Essen,

liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde!

 

Der Abend des 24. September 2017 ist in vielerlei Hinsicht eine historische Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die SPD hat ihr schlechtestes Wahlergebnis der Nachkriegszeit eingefahren und mit der AfD sitzt erstmals seit 1957 wieder eine Partei rechts der Union im Deutschen Bundestag! Auch in unserem Wahlkreis hat die SPD wesentlich mehr Stimmen eingebüßt, am Ende war das Rennen knapp.

Es ist nun zuallererst an der Zeit, Danke zu sagen. Danke an Sie, die Wählerinnen und Wähler, die mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Ich werde alles tun, um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Danke an euch, die Genossinnen und Genossen vor Ort, die ihr euch im Wahlkampf für das Erreichen unserer Ziele eingesetzt habt. Last but not least: ein herzliches Dankeschön an alle, die mir in dieser heißen Wahlkampfzeit den Rücken gestärkt haben!

Wir müssen nun nach vorne schauen und die Lehren aus dem Vergangenen ziehen. Es war eine gute Entscheidung von Martin Schulz, die SPD in die Opposition zu führen – zumal die AfD sonst stärkste Oppositionsfraktion geworden wäre, was nicht nur einen moralischen Bankrott bedeutet hätte, sondern auch mit zahlreichen traditionellen Vorrechten verbunden ist. Die SPD muss die kommenden vier Jahre nun endlich für den dringend benötigten Reflexionsprozess nutzen, um sich neu aufzustellen und das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Morgen werden wir in der SPD-Bundestagsfraktion dazu die ersten Schritte unternehmen.

Wir müssen in Zukunft offener und dialogbereiter werden. Die SPD muss sich zur Werkstatt-Partei entwickeln, das bedeutet für mich: Unsere Kommunikation muss neu strukturiert und die Vernetzung mit den Bürgerinnen und Bürgern enger werden. Der Dialog mit Gewerkschaften, Verbänden, Vereinen und Interessensgruppen muss ausgeweitet und verstetigt werden. Rückkopplung und Reflexion müssen hierbei wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Kurz: Die SPD muss wieder näher ran an den Alltag der Menschen.

 

Mit besten Grüßen und herzlichem Glück Auf,

Arno Klare