Managementfehler bei Siemens dürfen nicht zulasten der Belegschaft gehen

„Erneut haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens aus der Presse von den Plänen zum Stellenabbau erfahren. Dies zeigt: Der Konzernleitung ist die Marge näher als die Leute im eigenen Betrieb. So geht man mit Menschen nicht um!“ erklärt der Mülheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Arno Klare.

„Ich erwarte, dass der im Juli 2008 verhandelten Vertrag zwischen Siemens-Gesamtbetriebsrat, IG-Metall und der Firmenleitung des Unternehmens in Radolfzell, insbesondere im Bereich der Sicherung von Arbeitsplätzen, weiterhin Bestand hat.“ so Klare weiter.

Seit dem Beschluss zum Erneuerbaren Energiegesetz im Jahr 2000 war klar, dass die „grüne Energie“ das Zukunftsmodell im Energiesektor ist. Es war absehbar, dass das klassische Turbinen- und Generatorengeschäft auf Sicht zum Problem wird.

„Das Management von Siemens hat, wie die Konzernlenker bei RWE und E.On, diese Entwicklung schlicht verpennt und strategisch viel zu spät auf die Verschiebung im Energiemarkt reagiert. Es kann nicht sein, dass diese Managementfehler nun zulasten der Belegschaft gehen sollen.“

„Besonders pikant ist für mich: Siemens fährt weiterhin Rekordgewinne im Gesamtkonzern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den letzten Jahren ihren Beitrag geleistet, jetzt ist der Konzern gefragt. Um die Betriebe wettbewerbsfähig zu machen, muss dieser in die Standorte investieren, neue Geschäftsfelder entwickeln und nicht Know-how abbauen. Die Belegschaft von Siemens hat bei ihrem Kampf meine volle Solidarität“, so Klare abschließend.